Material: Grau-weißer Marmor
Arbeitsplatte, Rückwand, Insel und Becken
Altbauküche mit grau-weißem Marmor
Hohe Decke, Stuck, ein tiefes Fenster — und keine einzige Wand im Lot. Im Altbau entsteht eine durchgehende Steinzeile nicht nach Bauplan, sondern nach Aufmaß vor Ort. Dieser Entwurf zeigt, wie weit man dabei gehen kann: Platte, Rückwand, Insel und Becken kommen aus demselben Marmor.




Die Bilder auf dieser Seite sind Gestaltungsentwürfe aus unserer Planung — sie zeigen Material, Kanten und Proportionen, bevor gesägt wird. Ihre Küche entsteht danach nach Aufmaß, mit echten Materialmustern und, bei stark gezeichnetem Stein, am Rohblock in unserem Lager.
Sechs Meter Stein in einem Raum, der nicht gerade ist
Der erste Schritt im Altbau ist immer dasselbe: messen, und zwar nicht drei Punkte, sondern die ganze Wand. Wände laufen dort um ein bis zwei Zentimeter aus, Böden fallen ab, Ecken haben selten neunzig Grad. Eine Platte, die nach Zeichnung gefertigt wird, passt in so einem Raum fast nie.
Wir nehmen deshalb eine Schablone der tatsächlichen Wandlinie ab und schneiden die Platte danach. An der Rückkante bleibt sie leicht angepasst, sodass vorn eine gerade Kante steht — man sieht die Schräge nicht, weil sie hinten an der Wand verschwindet.
Arbeitsplatte, Rückwand und Insel kommen aus einem Block und werden in der Reihenfolge verarbeitet, in der sie gesägt wurden. Dadurch laufen die Adern von der Arbeitsfläche in die Wand weiter, statt an der Kante abzubrechen. Das Becken ist aus derselben Platte gearbeitet: keine Fuge, kein aufgesetzter Rand.
Als Gegengewicht zum hellen Stein liegt ein dunkler Boden — sonst kippt so ein Raum ins Klinische. Wenn Sie über Boden und Küche zusammen nachdenken, hilft die Übersicht unter Boden und Fliesen.
Was Bauherren dazu fragen
Wie bekommt man eine gerade Zeile in einen schiefen Altbau?
Über eine Schablone. Wir nehmen die tatsächliche Wandlinie ab — nicht ein Maß, sondern den Verlauf — und schneiden die Platte hinten entlang dieser Linie. Vorn bleibt sie gerade. Das Auge sieht die vordere Kante, die Anpassung verschwindet an der Wand.
Ist Marmor in einer Küche, die täglich benutzt wird, sinnvoll?
Marmor reagiert auf Säure, nicht auf Wasser: Zitronensaft oder Essig hinterlassen matte Stellen, wenn sie liegen bleiben. Wer damit leben kann, bekommt dafür einen Stein, der mit den Jahren Patina ansetzt statt abgenutzt auszusehen. Wer eine unempfindliche Fläche will, ist mit Quarzit oder Granit besser beraten — das besprechen wir ehrlich vorher.
Warum kostet ein Becken aus der Platte mehr als ein eingesetztes?
Weil es aus dem vollen Material gearbeitet wird: Der Block für das Becken muss zusätzlich beschafft, ausgefräst und von Hand nachgearbeitet werden. Dafür gibt es keine Silikonfuge zwischen Becken und Fläche — die Stelle, an der eine Küche als Erstes unschön wird.
Altbauküche geplant?
Kempten-LenzfriedOstbahnhofstraße 75, 87437 Kempten
0831 73 98 6
FriedrichshafenHochstraße 69, 88045 Friedrichshafen
07541 73 49 0
E-Mailinfo@stoi-stein.de
Schicken Sie uns ein paar Fotos und die groben Maße Ihres Raums. Beim Aufmaßtermin vor Ort sehen wir dann, was die Wände zulassen — und was sich daraus machen lässt.
Aufmaß anfragen →Küche aus Marmor im Altbau
Altbauwohnungen haben Proportionen, die eine Küche tragen können: hohe Decken, tiefe Fensterlaibungen, Stuck. Was fehlt, sind gerade Wände. Wir fertigen Arbeitsplatten und Rückwände deshalb nach Schablone statt nach Zeichnung — so entsteht eine durchgehende Fläche ohne sichtbare Anpassung. Mehr Beispiele unter Küche aus Naturstein.
Marmorrückwand statt Fliesenspiegel
Eine Rückwand aus dem Material der Arbeitsplatte ersetzt den Fliesenspiegel und kommt ohne Fugen aus. Ausschnitte für Steckdosen und Leuchten arbeiten wir vorher ein. Wie das im Detail aussieht, zeigen wir unter Küchenrückwände.